29.03.2011

Steffen Gauglitz

Emissionshandel anfällig für Hackerangriffe und Umsatzsteuerbetrug

In den vergangenen Wochen hat es eine ganze Serie von folgenschweren Pannen im Zusammenhang mit dem Emissionshandel gegeben: das System ist anfällig für Umsatzsteuerbetrug und Cyber-Angriffe, die Schäden von mehreren hundert Millionen Euro verursachen. Das bestärkt unsere Kritik am Emissionshandel als fehleranfällig und zu kompliziert zu kontrollieren.

So berichtet sueddeutsche.de von Umsatzsteuerbetrug in Höhe von 850 Millionen Euro, in den möglicherweise auch die Deutsche Bank verwickelt sein soll. Der CO2-Handel eigne sich bestens für Umsatzsteuer-Karusselle, da binnen Minuten Geschäfte in Millionenhöhe gemacht werden könne, ohne dass irgendwelche Ware transportiert werden müsse.

Zwar heißt es in dem Artikel auch, dass der Staat Betrügereien beim Emissionshandel inzwischen durch Ermittlungen und eine Gesetzesänderung weitgehend abgestellt habe, doch das Vertrauen in das System scheint dahin: schon im Februar berichtete die Financial Times Deutschland, dass der Markt auch Wochen nach Aufdeckung von Betrügereien brachliege und es keinen wirksamen Schutz vor gestohlenen Zertifikaten gibt. Ein Sprecher des E.On-Konzerns wird mit den Worten zitiert "Durch die Meldungen der vergangenen Wochen erscheint es so, als sei das gesamte System gefährdet".

Alle größeren Zeitungsportale haben "Themenportale" zum Thema Emissonshandel, auf denen Sie sich einen Überblick über die Meldungen der vergangenen Wochen verschaffen können, so zum Beispiel:

Diese Meldungen bekräftigen eindringlich unsere Kritik am Emissionshandel als zu fehleranfällig und unkontrollierbar. Eine Energiesteuer ist wirksamer, wesentlich einfacher umzusetzen und zu kontrollieren, und besser zur Entlastung des Produktionsfaktors Arbeit geeignet.


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