Karikatur: Die Schieflage zwischen Arbeit und Energie

In dieser Karikatur wird das Ergebnis der ökonometrischen Untersuchungen sehr anschaulich auf den Punkt gebracht:

Grafik: Jens Jordan, Energie & Zukunft, Ausgabe 1, Juni 2006. Die verwendeten Zahlen stellen einen Mittelwert dar, bezogen auf die Gesamtwirtschaft der letzten Jahrzehnte in den großen Industrienationen.

"Energie ist billig und produktionsmächtig [Fußnote]Reiner Kümmel hat statt des bei den Wirtschaftswissenschaften üblichen Begriffs Produktionselastizität aus Gründen der besseren Anschaulichkeit die Bezeichnung Produktionsmächtigkeit eingeführt.. Arbeit ist teuer und produktionsschwach. … Darum wird jedes Unternehmen, das der Wettbewerb zur Minimierung seiner Produktionskosten anhält, versuchen, mit möglichst wenigen Mitarbeitern auszukommen und die anfallenden Arbeiten den in den Wärmekraftmaschinen und Transistoren des Kapitalstocks werkelnden "Energiesklaven" aufzubürden. Oder es weicht in andere Länder aus, in denen die Arbeitskosten deutlich geringer sind."

Reiner Kümmel, Professor für Theoretische Physik Universität Würzburg [Quelle]

...und durch hohe Lohnnebenkosten fördert der Staat den Abbau von Arbeitsplätzen. Energieverbrauch wird dagegen (relativ gesehen) kaum besteuert:

"Wäre es Absicht der Steuer- und Abgabenpolitik der letzten Jahrzehnte gewesen, menschliche Arbeitskraft so zu verteuern, dass sie in der Konkurrenz zu Maschinen und Energie zunehmend aus dem Arbeitsmarkt verdrängt wird, hätte die Politik nicht wesentlich anders sein können."

-Umwelt- und Prognose-Institut Heidelberg [Quelle]

"Ökonomisch und ökologisch sinnvoller wäre es, im Mix der Produktionsfaktoren menschliche Arbeit billiger zu machen und im Gegensatz den Verbrauch von Rohstoffen und Energie zu verteuern."

-Dr. Wolfgang Schäuble (CDU) [Quelle]

(siehe auch weitere Zitate.) Zur Beseitigung dieser eklatanten Schieflage schlagen wir ein Reformmodell vor.


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