Begriffserklärungen

Produktionsfaktor    Ein Produktionsfaktor (in der Volkswirtschaft) ist jedes (materielle oder immaterielle) Gut oder Mittel, das für die Herstellung eines Produktes "eingesetzt" wird. Die klassische Volkswirtschaftslehre betrachtet insbesondere die Faktoren Arbeit (z.B. die geleistete Arbeit eines Bauarbeiters), Kapital (z.B. gekaufte Maschinen) und Boden (z.B. Ackerfläche). Unsere Seite dreht sich um den Produktionsfaktor Energie und die Tatsache, dass er in vielen Wirtschaftsmodellen und politischen Entscheidungen unterbewertet wird. Diese Unterbewertung führt dann zu einer unangemessen niedrigen steuerlichen Belastung des Faktors Energie (verglichen mit der erheblich höheren Belastung des Faktors Arbeit).

Siehe auch den Artikel über den Produktionsfaktor Energie und den Wikipedia-Eintrag zu Produktionsfaktor.


Produktionsmächtigkeit    (auch: Produktionselastizität) Die Produktionsmächtigkeit eines Produktionsfaktors gibt an, wie "schwerwiegend" sein Beitrag für die Herstellung eines betrachten Produktes (oder auch für die Produktion einer gesamten Volkswirtschaft) ist. Etwas genauer formuliert: Die Produktionsmächtigkeit gibt an, wie sehr sich die Wertschöpfung verändert, wenn (nur) der Einsatz eines bestimmten Produktionsfaktors ein wenig variiert wird. Die Produktionsmächtigkeiten geben also die Gewichte an, mit denen (prozentuale) Veränderungen im Einsatz der einzelnen Faktoren auf die gesamte Wertschöpfung durchschlagen; sie sind dimensionslose Größen (d.h. reine Zahlenwerte) zwischen 0% und 100%.

Eine ausführlichere Erklärung im Zusammenhang mit weiteren Begriffen und Beispielen finden Sie im Artikel Produktionsfaktor Energie - Der stille Riese. Siehe auch Wikipedia-Eintrag zu Produktionselastizität.


Tittytainment    Das Ergebnis einer Zukunftstagung, zu der Gorbatschow 1995 fünfhundert führende Politiker und Wirtschaftsbosse eingeladen hatte, wurde von den Teilnehmern auf zwei pragmatische Begriffe gebracht: "20:80" und "Tittytainment". "20 Prozent der arbeitsfähigen Menschen würden im kommenden Jahrhundert ausreichen, um die gesamte Weltwirtschaft zu betreiben." Der Rest müsse, ausreichend ernährt an staatlicher Brust, bei Laune gehalten werden. Das Bezeichnende an dieser Prognose ist die Tatsache, dass niemand der Beteiligten sie in Frage stellte. Als wäre es ein Naturgesetz... – Eine direkte Folge der eingeschränkten Sichtweise durch das vorherrschende wirtschaftstheoretische Paradigma.

Siehe auch Wikipedia-Eintrag zu Tittytainment und das Buch "Die Globalisierungsfalle" [Quelle].


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